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Die Lautverschiebung

Schritt 1 – Lesen: Verstehe, wie sich die Laute verändert haben. Aufgabe 1: Forme die Wörter mit Tipps um. Aufgabe 2: Dann eine schwerere Runde ohne Tipps – eine versteckte Tippbox hilft im Notfall.

Wie aus „mîn" unser „mein" wurde

Beim Übergang vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen hat sich vor allem die Aussprache der Vokale verändert. Zwei Regeln erklären das meiste – und du kannst sie ganz einfach selbst anwenden.

1. Aus langen Vokalen wurden Doppellaute (Diphthongierung).
Ein langes î wurde zu ei: mîn → mein, zît → Zeit.
Ein langes û wurde zu au: hûs → Haus, mûs → Maus.
Aus iu wurde eu: liute → Leute.

2. Aus Doppellauten wurden lange Einzelvokale (Monophthongierung).
Aus ie wurde ein langes i: liep → lieb.
Aus uo wurde ein langes u: guot → gut, bruoder → Bruder.

Wichtig: Es geht nur um die Schreibung und den Klang – die Bedeutung der Wörter bleibt gleich. Wenn du die Regeln kennst, kannst du viele alte Wörter selbst „übersetzen".

Wörter: Vokal = Selbstlaut (a, e, i, o, u) · Diphthong = Doppellaut (ei, au, eu) · Monophthong = einzelner langer Vokal

Aufgabe 1: Forme die Wörter um (mit Tipps)

Schreibe zu jedem mittelhochdeutschen Wort die heutige Form. Der Hinweis in Klammern verrät dir die Regel. Achte auf Groß- und Kleinschreibung wie im heutigen Deutsch.

Richtig: 0 / 0

Aufgabe 2: Jetzt ohne Tipps

Jetzt wird es anspruchsvoller: Hier stehen keine Hinweise mehr. Erinnere dich an die Regeln und forme die (teils neuen) Wörter selbst um. Wenn du nicht weiterkommst, hilft dir unten die Tippbox.

Richtig: 0 / 0
Tippbox: alle wichtigen Regeln